Cyberpunk 2077: Spieleausverkauf und Übernahmegerüchte starten

20.01.2021 10:01
WinFuture
Die Causa Cyberpunk 2077 beschäftigt die Gaming- und Wirt­schafts­welt seit Dezember 2020. Denn das Spiel des polnischen Entwicklers CD Pro­jekt Red ist vor allem auf Old-Gen-Konsolen ein mittelschweres Debakel gewesen. Das hat schon jetzt Folgen und ist wohl nur der Anfang.
Spiel des Jahres, ja vielleicht des noch jungen Jahrzehnts: Das waren die Erwartungen an Cyberpunk 2077. Doch wie wir mittlerweile wissen, ist der Start des Science-Fiction-Rol­len­spiels gründlich misslungen, da vor allem die Versionen für PlayStation 4 und Xbox One im We­sent­li­chen unspielbar waren. Das Spiel hat sich dennoch millionenfach verkauft, kurz vor Weihnachten teilte das Studio mit, dass man 13 Millionen Stück an Frau und Mann bringen konnte. Damit ist Cyberpunk 2077 ein Hit, auch wenn man nicht weiß, wie viele Käufer ihr Exemplar zurückgegebenen ha­ben. Noch wichtiger: Es ist nicht klar, wie viel mehr CD Projekt Red hätte verkaufen können. Cyberpunk 2077: Atmosphärischer Trailer stimmt auf den Release ein

Gewinn und Verlust zugleich

Man kann also nur darüber spekulieren, wie viel Geld CD Projekt Red entgangen ist, weil das Spiel zum Start so viele Bugs hatte. Klar ist dennoch: Der finanzielle Schaden ist sicherlich signifikant, denn die schlechte Presse und die negativen Nutzermeinungen - auf Metacritic hat die PS4-Version einen User Score von 3,5 (von zehn maximal möglichen Punkten), die Xbox One-Version wurde von Nutzern mit 4,8 Punkten bewertet - hatten sicherlich Auswirkungen. Das hat nun zur Folge, dass Händler in den ersten Ländern begonnen haben, das Spiel im Preis zu reduzieren. In den USA haben Amazon und Best Buy - für einen Tag - den Preis der Versionen für PS4 and Xbox One auf 30 Dollar halbiert. Das ist zwar eine vorerst einmalige Aktion gewesen, spricht aber nicht gerade dafür, dass sich das Spiel immer noch wie ge­schnit­ten Brot verkauft. Eine Halbierung nach rund einem Monat ist durchaus ungewöhnlich.

Übernahmekandidat CD Projekt Red?

Da verwundert es nicht, dass es bereits erste Übernahmespekulationen gibt. So spricht das Marktanalyseunternehmen DFC Intelligence bereits davon, dass man CD Projekt Red als Übernahmekandidaten im Blick haben müsse. Allzu viele Hinweise gibt es dafür aber nicht. Obwohl die Aktie von CD Projekt Red von knapp 100 Euro Anfang Dezember auf aktuell rund 55 Euro gefallen ist, wäre eine Übernahme des Entwicklers nämlich ein teurer "Spaß" - auch deshalb, weil das polnische Studio nur alle paar Jahre ein neues Spiel auf den Markt wirft. Und dennoch: Gerade wurde bekannt, dass Microsoft, Amazon und Google aktuell ihre Angeln nach Größen des Geschäfts ausgeworfen haben und alle genannten Unternehmen haben volle Kriegskassen. Es wäre also nicht überraschend, wenn einer davon auch in Richtung CD Projekt Red blickt. Siehe auch: Microsoft, Amazon und Google jagen derzeit große Namen im Gaming


Quelle: https://winfuture.de/news,120680.html


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