Amazon: Überwachung kompletter Firma gibt es jetzt als Cloud-Dienst

02.12.2020 09:11
WinFuture
Während Microsoft gerade beim Monitoring von Angestellten zurück­ru­dert, fährt Amazon erst einmal richtig auf. Der Handelskonzern bietet im Rahmen seiner Cloud-Services jetzt Tools an, mit denen sich kom­plet­te Industriebetriebe überwachen lassen sollen.
Einige der jetzt vorgestellten Services sind sicherlich äußerst nützlich und zukunftsweisend, bei anderen dürften Datenschützer und Arbeitnehmer-Vertretungen eher wenig Begeisterung zeigen. Durchaus bemerkenswert ist es aber auf jeden Fall, dass Amazon hier den Sprung aus rein softwarebasierten Cloud-Diensten heraus wagt und auch im Monitoring mit zugehöriger Hardware aufwartet. Ein zentraler Bestandteil des neuen Systems, das aus verschiedenen einzelnen Diensten besteht, ist AWS Panorama. Dabei handelt es sich um eine KI-gestützte Analyse der Bilder von Überwachungskameras auf dem Firmengelände. Der Cloud-Dienst soll hier nach Angaben des Anbieters diverse Regelverstöße erkennen. Das reicht von Fahrzeugen, die sich unberechtigt in bestimmten Bereichen bewegen bis hin zu Fällen, in denen Beschäftigte die vorgeschriebenen Arbeitsschutz-Maßnahmen nicht einhalten und beispielsweise ohne Helm herumlaufen. Aktuell sollen sich mit AWS Panorama auch Fälle identifizieren lassen, in denen die Sicherheitsabstände zum Infektionsschutz nicht eingehalten werden.

Keine Gesichtserkennung vorinstalliert

Amazon betont allerdings, dass Gesichtserkennungs-Funktionen nicht zum Lieferumfang gehören. Zumindest bringe keiner der neuen Dienste solch ein Feature in der Basis-Ausstattung mit. Darüber hinaus schreibe man in den Nutzungsbedingungen fest, dass die Tools nicht zur Überwachung einzelner Personen genutzt werden dürfen und Kunden, die trotzdem dabei ertappt werden, müssten aufgrund des Missbrauches mit einer Kündigung des Vertragsverhältnisses rechnen. "Wenn man sich die Technologie anschaut, kann es leicht vorkommen, dass man sich Sorgen über die Missbrauchsmöglichkeiten macht", räumte auch Swami Sivasubramanian ein, der bei Amazon AWS für die Entwicklung von KI-Tools verantwortlich ist. Er verwies aber auch auf die enormen Möglichkeiten der Technologie, Probleme und Fehlerquellen zu erkennen, die eine Gefahr für die Gesundheit der Beschäftigten darstellen können. Neben AWS Panorama sind die so genannten Monitron-Sensoren ein zweiter zentraler Bestandteil der neuen Dienste. Dabei handelt es sich um kleine, billige Geräte, die an Maschinen und Gütern angebracht werden können und die Informationen zu Erschütterungen und Temperaturen an die Cloud liefern. Im Logistikzentrum in Mönchengladbach setzt Amazon beispielsweise bereits rund tausend Monitrons ein, um die Förderbandstrecken zu überwachen und Fehler schnell zu erkennen.

Siehe auch:

Alibaba startet Großangriff gegen Microsoft Azure und Amazons AWS Azure gegen AWS: Die nächste Runde geht wohl klar an Microsoft Ups: Ex-Microsoft CEO Ballmer wählt statt Azure lieber Amazon AWS Diese Nachricht empfehlen Weitere Nachrichten zum Thema Alibaba startet Großangriff gegen Microsoft Azure und Amazons AWS Azure gegen AWS: Die nächste Runde geht wohl klar an Microsoft Ups: Ex-Microsoft CEO Ballmer wählt statt Azure lieber Amazon AWS Netiquette beachten! Einloggen Mit Eingabetaste abschicken Datum:Mittwoch, 02.12.2020 10:23 Uhr Mehr:

Amazon, Cloud

Autor:Christian Kahle Schreibe den ersten Kommentar! Nachricht als E-Mail versenden Hinweis einsenden Jetzt als Amazon Blitzangebot Ab 03:04 Uhr Bluetooth-Kopfhörer, Aclouddatee 2020 Bluetooth 5.0 Wireless-Kopfhörer Stereo-Soundmikrofon Mini-Wireless-Ohrhörer mit Kopfhörern und tragbarem Ladekoffer für iOS Android PC(X4-12) Original Amazon-Preis € Im Preisvergleich ab Blitzangebot-Preis Ersparnis zu Amazon % oder € Alle Amazon Blitzangebote Amazons Aktienkurs in Euro Zeitraum: 1 Jahr Weitere Aktien-Informationen Neue Amazon-Bilder Amazon Prime Day: 7,2 Milliarden US-Dollar in 48 Stunden Amazon Prime Day 2020 Amazon Luna Amazon Echo, Echo Dot & Show 10 (2020) Videos zum Thema Amazon Neueste Beliebte Empfehlung


Quelle: https://winfuture.de/news,119814.html


Kommentare


Werbung