Lügen für Trump: Trollfarm bezahlte Minderjährige für Web-Wahlkampf

18.09.2020 08:38
WinFuture
In bereits eineinhalb Monaten wählen die USA einen neuen Präsidenten und der Wahlkampf wird seit bereits längerem auch im Inter­net ausgefochten. Hier greifen die Politiker zu allen möglichen Tricks wie Bots, doch auch Trollfarmen sind ein populäres Mittel.
Über die Legalität von solchen "bezahlten" Social-Media-Massen-Kampagnen kann man na­tür­lich streiten, es ist aber sicherlich moralisch verwerflich, die öffentliche Meinung über so genannte Trollfarmen steuern zu wollen. Die Mitarbeiter solcher Einrichtungen geben sich als schier unzählige unterschiedliche Nutzer aus, setzen Tweets und andere Social-Media-Bei­träge ab, kommentieren und kritisieren. Kurzum: Es ist reine Netz-Propaganda.

Minderjährige Social-Media-Trolle

Eine solche Trollfarm wurde nun von der Washington Post aufgedeckt. Diese war im Auf­trag von Donald Trump tätig und deckte alle derzeitig kontroversen bzw. Wahlkampf-Themen ab. So wurde in Beiträgen behauptet, dass die Coronavirus-Fälle "aufgeblasen" seien, dem Covid-19-Beaftragte Anthony Fauci nicht zu vertrauen sei und die Briefwahl zu "Betrug" führen werde. Behandelt wurden auch viele weitere Themen, dabei wurde auch immer wieder gelogen, dass sich die Balken biegen. Diese Botschaften und Unwahrheiten sind nicht das eigentlich Pikante, daran hat man sich in Zeiten von Trump längst gewöhnt. Schließlich ist der US-Präsident selbst der aktivste Lügner - im Sommer hat die Washington Post mehr als 20.000 Lügen und irreführende Be­haup­tungen Trumps während seiner Amtszeit zählen können und nannte das einen "Tsunami an Unwahrheiten". Aktuell wurde nämlich bekannt, dass vor allem Teenager, viele davon Minderjährige, in der Pro-Trump-Trollfarm tätig waren. Verantwortlich dafür war die konservative Organisation Turning Point Action, Das ist ein Ableger von Turning Point USA, einer bekannten republikanischen Jugendinitiative. Die Turning Point-Kampagne war nicht im strengen Sinne eine Trollfarm: Zwar wurden die Jugendlichen für ihre Arbeit bezahlt, sie posteten aber von ihren echten Accounts. Das allerdings ist trotzdem nicht legal, da sich Mitarbeiter politischer Kampagnen als solche ausweisen bzw. kennzeichnen müssen. Beteiligte versuchen diese Art der Kampagne inzwischen als freiwilligen "politischen Aktionismus" darzustellen. Facebook und Twitter, denen immer wieder zu lasche Handhabung solcher Fälle vorgeworfen wird, sahen das anders und haben bereits etliche Konten gesperrt. Siehe auch: Donald Trump: Österreicher "leben im Wald " - Netz lacht sich schlapp Diese Nachricht empfehlen Weitere Nachrichten zum Thema Donald Trump: Österreicher "leben im Wald " - Netz lacht sich schlapp Microsoft ist raus: Der US-Teil TikToks geht an Trump-Supporter TikTok: Trump schließt Fristverlängerung aus (irrt sich aber im Datum) Zuckerberg soll Trump zu Sanktionen gegen TikTok bewegt haben Trump gibt TikTok weitere 45 Tage zu verkaufen - und neue Auflagen Jetzt einen Kommentar schreiben Alle Kommentare zu dieser News anzeigen Netiquette beachten! Einloggen Mit Eingabetaste abschicken Datum:Donnerstag, 17.09.2020 12:03 Uhr Mehr:

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Autor:Witold Pryjda 21 Kommentare Nachricht als E-Mail versenden Hinweis einsenden Jetzt als Amazon Blitzangebot Ab 09:49 Uhr Minisforum Windows 10 Pro Mini PC, Intel Celeron N4100 Quad-Core Prozessor, 8 GB DDR4 128 GB SSD Desktop-Computer, Unterstützung von 4K HD@60Hz/HDMI VGA Anschluss/Dual WiFi/Gigabit Ethernet/BT 4.2 Original Amazon-Preis € Im Preisvergleich ab Blitzangebot-Preis Ersparnis zu Amazon % oder €


Quelle: https://winfuture.de/news,118308.html


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