Internationaler Krimi: Garmin zahlt mehrere Millionen Dollar Lösegeld

06.08.2020 10:10
WinFuture
Bild: Internationaler Krimi: Garmin zahlt mehrere Millionen Dollar Lösegeld Garmin musste sich nach der weitreichenden Ransomware-Attacke Ende letzten Monats offenbar teuer aus dem digitalen Würgegriff freikaufen. Das Unternehmen soll mehrere Millionen US-Dollar Lösegeld an die Hintermänner des Angriffs gezahlt haben.

Totalausfall der Systeme ist für jeden Anbieter der Supergau

Die Idee hinter Ransomware ist einfach und kriminell: Systeme werden infiziert, entschei­dende Dateien verschlüsselt, die Freigabe erfolgt nur nach Zahlung eines Lösegelds. Genau einer solchen Attacke sah sich jetzt vor Kurzem der Smartwatch- und Navigations-Anbieter Garmin ausgesetzt. Nach einem erfolgreichen Angriff waren unzählige Dienste, einschließlich der Synchronisierung von Geräten mit der Cloud, nicht mehr erreichbar. Garmin hatte nach dem weitreichenden Ausfall in einem Statement bestätigt, dass man Opfer von Ransomware geworden sei. Der Angriff war dabei nach aktuellen Erkenntnissen mit dem Schädling "WastedLocker" erfolgt. Laut dem Unternehmen waren die Systeme wohl am 23. Juli mit dem Virus infiziert worden. Die angestrebten Verhandlungen zur Zahlung des Lösegelds gestalteten sich laut Bericht von Sky News dabei aber kompliziert.

Sanktionen sind ein Problem

Das Problem: "WastedLocker" wird der russi­schen Hackergruppe Evil Corp. zugeschrieben, diese unterliegt seit Dezember Sanktionen des US-Finanzministeriums - damit ist es US-Bürgern generell verboten, sich an Transak­tionen mit der Gruppe zu beteiligen. Wie mit der Sache vertraute Quellen unter der Bedin­gung der Anonymität gegenüber Sky News ausführen, hatte Garmin zunächst versucht, eine Spezialfirma mit der Abwicklung der Lösegeldzahlung zu betrauen, diese hatte mit Bedenken in Bezug auf die US-Sanktionen den Auftrag abgelehnt. Mit Arete IR hatte Garmin dann laut der Quelle eine andere Firma gefunden, über die schließ­lich eine Lösegeldzahlung von "mehreren Millionen US-Dollar" durchgeführt wurde. Arete hatte zuvor eine Studie veröffentlicht, in der man den Zusammenhang von "Was­tedLocker" mit der Evil Corp bestritt - damit befolge man "alle empfohlenen und erfor­derlichen Überprüfungen, um die Einhaltung der US-Handelssanktionsgesetze zu gewähr­leisten", so das Unternehmen. Garmin wollte die Berichte "nicht weiter kommentieren". No More Ransom: Erste Anlaufstelle für Opfer von Ransomware Siehe auch: Garmin zieht den Stecker: Navigon stellt seine Apps im Mai ein Garmin Venu, Vivoactive 4, Vivomove Style: Neue Smartwatches vorab "No More Ransom" hat Erpresser um dreistelligen Mio.-Betrag gebracht Diese Nachricht empfehlen Jetzt einen Kommentar schreiben Alle Kommentare zu dieser News anzeigen Netiquette beachten! Einloggen Mit Eingabetaste abschicken Datum:Mittwoch, 05.08.2020 16:36 Uhr Mehr:

Smartwatch, Wearables

Autor:John Woll 14 Kommentare Nachricht als E-Mail versenden Hinweis einsenden Apple Watch Series 5 im Preisvergleich:


Quelle: https://winfuture.de/news,117469.html


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