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Seasonic Focus+ Gold 1000FX: Kilowattbolide für die Mittelklasse

20.09.2019 10:47
PC-Games
Bild: Seasonic Focus+ Gold 1000FX: Kilowattbolide für die Mittelklasse Die meisten Gaming-Rechner kommen in der Regel mit maximal 600 Watt Leistung aus, wer aber mehrere Grafikkarten nutzt, übertakten will oder einfach echt nur viel Perpherie sein eigen nennt, braucht mehr Leistung. Seasonic bietet für die Bedürfnisse der? Inhaltsverzeichnis Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Die Ausstattung Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Leistung und Effizienz Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Lautheit und Kühlung Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Spannungsstabilität Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Restwelligkeit Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Hold Up Time, PG-Signal und Inrush Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Fazit

Wenn es um Netzteile geht, dann darf Seasonic nicht fehlen. Der Hersteller aus Taiwan fertigt nämlich schon seit 39 Jahren Spannungswandler, anfangs nur als Erstausrüster, mittlerweile wird jede erdenkliche Netzteil-Couleur bedient. Die PRIME-Modelle zielen dabei eher Enthusiasten ab, wohingegen die Focus-Exemplare die Ansprüche der Mittelklasse befriedigen soll. Deswegen finden Sie das Focus+ Gold auch in fünf Ausführungen, angefangen bei 550 Watt für einen normalen Gaming-PC, steigert sich die verfügbare Leistung bis zu einem 1.000-Watt-Gerät. Die Kilowatt-Iteration ist auch als letzte zur Focus+-Gold-Serie hinzugekommen, sodass wir uns den Leistungsboliden der Mittelklasse mal etwas genauer anschauen wollen. Wenn Sie mehrere Grafikkarten betreiben und auch noch mit einem übertakteten Prozessor daherkommen, kann so viel Leistung durchaus Sinn machen - beim Gros der Nutzer ist dieses Netzteil höchstwahrscheinlich hoffnungslos überdimensioniert.

Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Die Ausstattung

Seasonic hat den Spannungswandler vorbildlich mit allen nötigen Schutzschaltungen ausgestattet (OPP, OVP, UVP, OCP, OTP, SCP), wovon der Großteil über den Weltrend-Chip geregelt wird. Selbst der häufig unter den Tisch gefallene Wärmeschutz ist mit an Bord und wird über einen entsprechenden Schaltkreis geregelt. Zwar sind die Bedienungstemperaturen des Netzteils bis 50°C angegeben, aber nur für 80 Prozent (also 800 Watt) Auslastung. Um dennoch den Stromspender unter Last kühl zu halten, kommt ein hydrodynamischer 120-mm-Lüfter zum Einsatz, der über einen Hybridmodus verfügt und so erst bei 30 Prozent Last, sprich 300 Watt, aktiviert wird. Damit sollte es theoretisch möglich sein, Idle-Aufgaben und Medien passiv zu erledigen respektive zu konsumieren. Nichtsdestotrotz ist Seasonic von dem eigenen Produkt so überzeugt, dass man Ihnen zehn Jahre (in Zahlen 10) Garantie auf den Spannungswandler gibt. Damit sollten Sie für eine Investition von 140 Euro einen Energiespender für mindestens zwei Computerbauten haben. Die Abmessungen des Stromspenders fallen etwas geringer aus, als für den ATX-Formfaktor üblich, sodass das Focus+ 1.000FX die Dimensionen 14 × 15 × 8,6 cm (L × B × H) aufweist. Das Netzteil kommt mit einem diversen Blumenstrauß an Kabeln, kein Wunder, ein Kilowatt will ja auch irgendwie genutzt werden. Neben den essentiellen ATX-Kabel, das 61 Zentimeter misst, und einem 8-Pin-CPU-Kabel mit 65 Zentimetern Länge, liegt ein ebenso langes EPS-Kabel noch bei. Damit nicht genug, denn insgesamt liegen sechs PCI-E-Stecker bei, die an drei Daisy-Chain-Kabeln hängen. Damit kann nicht nur ein Highend-Mainboard mit Energie versorgt werden, sondern auch mehrere Grafikkarten stellen keinerlei Probleme dar. Daneben liegen natürlich noch etliche Steckmöglichkeiten für Peripherie bei, wie etwa zehn Sata-Ports, die sich auf drei Kabel verteilen und fünf Pata-Stecker, die an zwei Kabeln angebracht sind. Ein Floppy-Disc-Anschluss liegt auch bei und kann an einem Pata-Port befestigt werden.

Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Leistung und Effizienz

Seasonic bevorzugt bei Netzteilen das Single-Rail-Design, weshalb dieses Focus+ Gold mit 1.000 Watt fast die gesamte Leistung auf der 12-Volt-Schiene bereitstellen kann. Insgesamt können Sie bei Bedarf 996 Watt auf der 12-Volt-Leitung dem Netzteil abverlangen, auf der Nebenschiene für 3,3 und 5 Volt sind es zusammen 125 Watt, die anderen beiden Nebenspannungen -12V und 5V-Standby haben die übliche Dimensionierung erhalten. Mit dem Goldzertifikat der 80-Plus-Initiative muss der Stromspender bei Halblast eine Effizienz von 92 Prozent hinlegen, bei Volllast 89 Prozent und bei einem Fünftel der Leistung muss ein Wirkungsgrad von 0,9 vorliegen. Diese Hürde nimmt das Netzteil auch mit Bravur und erreicht sogar ein wenig mehr als gefordert: Bei 20 Prozent Auslastung liegt eine Effizienz von 93 Prozent vor, bei Halblast ebenso und bei Volllast kann ein Wirkungsgrad von 0,91 gemessen werden. Zur Erinnerung: Das nächst höhere Label benötigt Effizienzwerte von 92, 94 und 90 Prozent (Auslastung 20, 50 und 100 Prozent).Die kommenden ATX-Spezifikationen werden den Fokus mehr auf den unteren Lastbereich und die dort erzielte Effizienz legen, sodass bei einem Netzteil in Zukunft schon ein Wirkungsgrad von 0,7 vorliegen muss, obwohl die Auslastung nur zwei Prozent - aber nicht weniger als 10 Watt - beträgt. Das Seasonic 1.000 FX ist bereits in der Lage diesen Wert zu erreichen und kommt genau auf 70 Prozent Effizienz. Im Durchschnitt hat der Spannungswandler im Bereich 1 bis 10 Prozent Auslastung einen Wirkungsgrad von 80,7 Prozent. Ähnlich sieht das natürlich für ein 115-Volt-Netz aus: Auch hier werden die geforderten Effizienzwerte deutlich übertroffen und auch hier kommt das Netzteil auf einen Wirkungsgrad von 0,7 bei zwei Prozent Auslastung.

Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Lautheit und Kühlung

Der Leistungsbolide kann, wie bereits erwähnt, auch in einem Hybrid-Modus betrieben werden, wo erst ab einer Last von 300 Watt die aktive Kühlung eingeschaltet wird. Das war es dann auch schon mit dem semi-passiven Betrieb, denn abgesehen vom Anfang und dem Ende (dazu gleich mehr) unterscheiden sich beide Lüfterkurven nicht wirklich. Mit dem normalen Lüftersetting wird von Beginn an eine Lautheit von 0,2 Sone emittiert, eben bis man zum Schwellenwert von 300 Watt kommt. Dann kann der hydrodynamische 120-mm-Lüfter in beiden Modi mit 0,3 Sone vernommen werden, um dann bei 60 Prozent Last auf 0,4 Sone anzusteigen. Ab da wird dann wieder etwas differenziert, sodass die semi-passive Lüfterkurve im letzten Drittel etwas lauter sich zu Wort meldet, als das normale Setting. Nichtsdestotrotz werden beide Einstellungen bei Volllast laut, irgendwo auch verständlich, wenn man ein Kilowatt adäquat kühlen muss: In beiden Modi kann eine Lautheit von 4,5 Sone unter Volllast gemessen werden. Für einen Gaming-Rechner wird das eindeutig zu laut sein, aber wer baut schon ein Kilowatt-Netzteil in einem Gaming-Rechner ein? Natürlich gibt es auch Hotspots in einem Netzteil, bestimmte Bauelemente wie der Transformer werden einfach bei Benutzung heiß. Im Fall dieses Wattboliden wurde der Umspanner maximal 83,1 °C heiß, was völlig normal ist. Andere Bereiche wiesen ebenso heißere Stellen auf, wie etwa der 12-Volt-Output für CPU und Mainboard, sodass hier ein Maximalwert von 41,6 °C gemessen wurde.

Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Spannungsstabilität

Netzteile müssen natürlich Strom ausgeben, sonst funktionieren die Komponenten im Computer nicht, aber die kleinen Stromspender müssen noch viel mehr können. Die Spannungsstabilität ist so eine Disziplin, die ein Spannungswandler perfekt beherrschen sollte und erfreulicherweise kriegen das auch immer mehr Gold-Netzteile tadellos hin. So natürlich auch in diesem Leistungsboliden von Seasonic: Die 12-Volt-Schiene zeigt eine Abweichung von der Idealspannung von 1,42 Prozent, der Spannungsdrop fällt dagegen mit 0,18 Prozent im Lastverlauf marginal aus. Die anderen Werte können sich daneben einreihen, nur die -12-Volt-Leitung, die in modernen Rechner eigentlich gar nicht mehr benötigt wird, springt etwas aus der Reihe: So messen wir hier einen Drop von 4,03 Prozent und eine Abweichung von 6,58 Prozent. Dennoch, alles halb so schlimm, da man immer noch in den Spezifikationen ist und sogar noch deutlich unter dem Grenzwert liegt. In Crossload-Szenarien sieht es deshalb auch relativ ähnlich aus, also schnelle Lastwechsel zwischen den Volt-Schienen beeinträchtigen das Netzteil nicht. Die maximale Abweichung auf der 12-Volt-Leitung liegt bei 1,48 Prozent, der maximale Drop bei 0,53 Prozent.

Bildergalerie (Ansicht vergrößern für Quellenangaben)

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Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Restwelligkeit

Eine weitere Kernkompetenz eines Netzteils ist die Unterdrückung der Restwelligkeit. Diese entsteht einfach beim Wandeln des Wechselstroms in Gleichstrom in einem Netzteil und lässt sich deshalb auch nicht vermeiden. Es liegt am Hersteller des Spannungswandlers, genug Kondensatoren für die Siebung an den richtigen Stellen im Netzteil einzubauen. Das Kilowatt-Gerät von Seasonic besteht hier und hält auf allen Leitungen die vorgegebenen Spezifikationen ein, sodass die gemessene Mischspannung weit unter den Grenzwerten liegt. Der Ripple auf der 12-Volt-Schiene weißt einen Anteil von 44,25 mV auf, der größte Wert wurde auf der -12-Volt-Leitung mit 45,7 mV gemessen. Bedenkliche oder zu hohe Messwerte konnten wir nicht registrieren. Dafür sind mehrere Nichicon Kondensatoren mit einer elektrischen Kapazität von 2.200 µF (105°C, 16V, HE(M)) verantwortlich.

Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Hold Up Time, PG-Signal und Inrush

Kommen wir zu den letzten Parametern, die wir uns in diesem Test noch anschauen werden. Die Stützzeit, die durch den Intel-Design-Guide mit 16 ms vorgegeben wird, wird leider mit 14,2 ms nicht erreicht. Das ist schade, weil einerseits Seasonic hier immer punkten konnte und andererseits, weil genug Zeit im Design des Netzteils eingeplant wurde. Der genutzte Stützkondensator weißt nämlich eine elektrische Kapazität von 820 µF (400V, 105 °C, Hitachi HU) auf und sollte eigentlich ausreichend dimensioniert sein, aber das PG-Signal ist mit 4,32 ms viel zu lang. Hier hätte man PG-Signal durchaus 2 ms nach hinten verlegen können, sodass die Stützzeit von 16 ms erreicht worden wäre. Der Einschaltstrom erreicht dagegen einen Maximalwert von 44,4 Ampere mit einem kurzfristigen Overshoot auf 56,8 A.

Seasonic Focus+ Gold FX 1.000 Watt im Test: Fazit

Focus+ Gold-Netzteile sind ganz klar in der Mittelklasse verortet und selbst ein Wattbolide wie das Focus+ Gold 1.000FX sollen nicht Enthusiasten ansprechen. Mit einem Straßenpreis von 140 Euro sollte das auch klar sein: Seasonic hat hier auf Kante genäht, um für den geringsten Preis das meiste an Qualität anbieten zu können. Das hier einfach Kompromisse eingegangen werden müssen, sollte auch bewusst sein. Bei solchen, für die Stromversorgung wichtigen Parametern wie Spannungsregulation, Crossload-Szenarien, Restwelligkeit oder Effizienz wurde offensichtlich nicht gespart, da hier in der Regel zwar keine Spitzenwerte erreicht werden, aber sehr gute Resultate zum Vorschein kommen - hier kann das Netzteil auf einigen Disziplinen mit Platinum-Vertretern mithalten. Andererseits ratscht man ganz knapp an den 16 ms für die Stützzeit vorbei und die Lüfterkurve ist ab 700 Watt einfach nur noch laut. Klar, das 120-mm-Lüfterchen muss ja auch ein ganzes Kilowatt an Leistung adäquat kühlen, was selbst mit hochwertigen Baugruppen ein Unterfangen darstellt. Dennoch sind 4,5 Sone für den Hausgebrauch einfach zu laut, auch wenn wahrscheinlich kaum jemand ein Netzteil mit 1.000 Watt in einen Gaming-Rechner bauen wird (oder sollte). Wer also ein Kilowatt Energie braucht, aber sich nicht in Unkosten stürzten will, bevor der erste Bitcoin geschürft wurde, kann hier ruhig zugreifen. Die paar Abstriche und Kompromisse die man eingeht, sind für den Preis, die Garantieleistung und die gebotene Performance sowie Leistung mehr als vertretbar.

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Quelle: https://www.pcgameshardware.de/Netzteil-Hardware-219902/T...


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