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Hantavirus breitet sich im Bayerischen Wald aus

Bild: Hantavirus breitet sich im Bayerischen Wald aus Die Gefahr lauert in Holzschuppen oder Garagen. Das Hantavirus breitet sich im Bayerischen Wald zunehmend aus. Alleine der Landkreis Freyung-Grafenau zählt in diesem Jahr bereits 64 Erkrankungen. Hauptüberträger ist eine kleine Maus.

Im Bayerischen Wald breitet sich das Hantavirus zunehmend aus. Besonders betroffen ist der Landkreis Freyung-Grafenau. Hier gibt es in diesem Jahr bereits 64 Hantavirus-Fälle.

Fieber, Gliederschmerzen und Erbrechen

Die meisten Erkrankungen seien in den letzten vier Monaten aufgetreten, bestätigte Christian Luckner, Sprecher im Landratsamt in Freyung, dem Bayerischen Rundfunk: "In nahezu allen Fällen waren die Betroffenen in stationärer Behandlung. Sie litten unter den typischen Beschwerden mit Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Bei einigen Erkrankten war sogar die Nierenfunktion eingeschränkt." Todesfälle in Folge von Hantavirus seien nicht gemeldet worden, so Luckner.

Starker Anstieg der Fallzahlen

Im Landkreis Freyung-Grafenau kommt das Virus immer wieder vor. Auffallend viele waren es 2012 mit 69 und 2017 mit 46 Fällen. "Wir haben das Thema immer wieder. Auffallend heuer ist die Steigerung, weil wir im letzten Jahr nur einen einzigen Fall hatten", sagt Christian Luckner. Im Jahr 2018 gab es laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern insgesamt 31 Hantaviruserkrankungen.

Ungewöhnlich viele Hantavirus-Fälle verzeichnet es dieses Jahr auch der nördliche Landkreis Passau. Laut Passauer Gesundheitsamt sind es in den Gemeinden Fürstenstein und Tittling 23. Dass 2019 ein starkes Hantavirus-Jahr ist, bestätigt auch das Robert-Koch-Institut (RKI). Im ersten Halbjahr wurden demnach bundesweit 589 Erkrankungsfälle gemeldet. Zum Vergleich: Im bislang stärksten Ausbruchsjahr 2012 waren es im gleichen Zeitraum allerdings 1.370 übermittelte Fälle.

Rötelmaus als Überträger

Hauptüberträger von Hantaviren sind die Rötelmäuse, die sich derzeit wegen des großen Nahrungsangebotes stark vermehren und ausbreiten. Viren von infizierten Nagetieren bleiben über Speichel, Urin und Kot infektiös. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt meist durch das Einatmen von aufgewirbeltem Staub, durch den Kontakt von verletzter Haut mit kontaminiertem Material, durch Bisse oder infizierte Lebensmittel. Ansteckungsgefahr herrscht daher vor allem bei Holz- und Gartenarbeiten beziehungsweise beim Aufräumen von Schuppen und Garagen.

Mundschutz und Handschuhe empfohlen

Um eine Ansteckung zu verhindern sollte man bei diesen Arbeiten einen Mundschutz und Handschuhe tragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder über Haustiere gilt als ausgeschlossen. Impfstoffe stehen aktuell nicht zur Verfügung, heißt es aus dem Freyunger Landratsamt.

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Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/hantavirus-breitet-s...


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