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Ryzen 3000: Anpassung des Package Power Tracking kann effizienter sein als Undervolting

18.07.2019 10:52
PC-Games
Bild: Ryzen 3000: Anpassung des Package Power Tracking kann effizienter sein als Undervolting Früher legte man eine geringere Spannung an, senkte den Takt und fertig war ein bisschen Stromsparen für eine Surfmaschine. Moderne Prozessoren bieten da mehr und auch Ryzen 3000 hat so seine Eigenheiten. Da kann es in bestimmten Szenarios effizienter?

Ryzen 3000 macht bekanntermaßen einiges anders. Man kann einzelne Kerne nicht manuell übertakten oder genauer nur sehr eingeschränkt. Stattdessen werden jeweils die CCX übertaktet. Ryzen 3000 ist ohne Last auch sehr sparsam und der IO-Chip kann mitunter der größte Verbraucher ohne Rechenlast sein. Und Ryzen 3000 kann besonders effizient betrieben werden, wenn man statt der Spannung die PPT (Package Power Tracking) anpasst.

Früher war alles einfach: Wer an der Leistungsaufnahme der CPU sparen wollte, senkte einfach die Spannung. Da musste man den einen oder anderen Kompromiss eingehen, aber die Effizienz stieg üblicherweise. Bei Ryzen 3000 kann es aber effizienter sein, statt einer Spannungsabsenkung das PPT anzupassen. Bei einer 65-Watt-CPU liegt das laut Anandtech bei 88 Watt; bei einer 105-Watt-CPU bei 145 Watt.

Auch lesenswert: Ryzen 3000: AMD rechnet mit wenig OC-Potenzial und empfiehlt RAM, IF und PBO

Was passiert, ist in einer von Twitter-Nutzer "vpcf90" veröffentlichten Grafik dargestellt. Hier werden Undervolting und PPT-Anpassung im Cinebench-Last-Szenario verglichen. Daraus geht hervor, dass eine Anpassung der PPT von Ryzen 3000 sehr viel effizienter sein kann als jede Kernspannungsanpassung - bei gleichzeitiger Erhaltung von möglichst viel Leistung.

Zum Beispiel: Bei -0,1375 Volt fällt der Cinebench-Wert von rund 5.000 auf rund 4.000 Punkte und die Leistungsaufnahme fällt von rund 137 auf rund 110 Watt. Anderes Szenario: PPT auf 48 Watt angepasst ergibt ebenfalls rund 4.000 Punkte, aber die Gesamtleistungsaufnahme ist nun rund 75 Watt niedriger als der Ausgangspunkt - man spart rund 35 Watt.

Woran liegt das? Die Annahme ist aktuell, dass durch die PPT-Anpassung die CPU mit einer anderen V/Hz-Kurve fährt, ähnlich wie beim Mapping eines Motors, und so der große Verbrauchsvorteil erzeugt wird. Wer natürlich Undervolting mit begrenztem Takt betreibt, erhält andere Ergebnisse. Hier muss der einzelne dann seine persönlichen Ziele festlegen und potenziell beim Undervolting bleiben.

Ohne die Zahlen selbst geprüft zu haben, muss Vorsicht bei der Interpretation geboten bleiben, denn beim manuellen Wählen der Werte kann es auch am Muster oder am Tester gelegen haben. Hübsch dargestellt ist das Verhalten von Ryzen bei gesenkter PPT. Ganz nebenbei veranschaulichen die Messergebnisse das opportunistische Verhalten von AMDs Turbo-Mechanismen: Obwohl der 3700X offiziell mit einer TDP von 65 Watt spezifiziert wird, erreicht "vpcf90" bei Default-Einstellungen bis zu 130 W Leistungsaufnahme. Um einen tatsächlichen Maximalverbrauch von 65 W zu erzielen, musste "vpcf90" eine PPT-Limitierung von "45 W" einstellen, was bei 2,8 GHz nur noch 3.600 Cinebench-R20-Punkten ergibt, während die "Default"-Leistung bei 4 GHz 4.800 Punkte beträgt.

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Quelle: https://www.pcgameshardware.de/Matisse-Codename-268193/Ne...


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