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Fußball-Profiliga macht Millionen Fan-Smartphones zu Pay-TV-Spitzeln

13.06.2019 10:27
WinFuture
Bild: Fußball-Profiliga macht Millionen Fan-Smartphones zu Pay-TV-Spitzeln Der Veranstalter der spanischen Profiliga im Fußball hat zahlreiche Fans ohne deren Wissen zu Spitzeln für seine finanziellen Interessen gemacht. Der Vorgang dürfte für eine europäische Datenschutzbehörde wohl bisher ziemlich einzigartig sein - und die spanische Behörde verhängte folgerichtig auch gleich mal die maximale Geldbuße.
Eine der wichtigsten Einnahmequellen der großen Profiligen sind die Übertragungslizenzen für das Fernsehen. Und während Privatnutzer bereits ordentlich für Pay-TV-Abos zur Kasse gebeten werden, greift man bei Bars und Kneipen, die die Spiele ihren Gästen zeigen wollen, richtig in die Tasche. Und um herauszufinden, welche Lokalitäten die Live-Übertragungen ohne korrekte Lizenz zeigen, kam man kurzerhand auf die Idee, die Smartphones von Nutzern in Wanzen zu verwandeln. In die offizielle App hatte man dazu ein regelrechtes Spionage-Modul eingebaut. Dieses gleich die Standorte immer wieder mit Kartendiensten ab. Wenn man nun anhand der Geo-Daten annehmen konnte, dass ein Nutzer sich in einer Bar aufhielt, schaltete die La Liga-App das Mikrofon an und übertrug die Aufnahmen an einen Server des Liga-Betreibers. Dort lief dann eine Audioanalyse-Software, die erkennen sollte, ob im Hintergrund gerade ein Fußballspiel im Fernsehen läuft, wie die Tageszeitung El Pais berichtet. Nach einem Abgleich mit den Daten von Lizenznehmern konnte man dann gezielt Kontrolleure auf den Weg schicken.

Hinweis reicht nicht

Für die Anbieter der App war die Sache damit erledigt, dass die entsprechende Funktion optional war. Die Nutzer wurden immerhin mit einem kleinen Popup nach ihrer Genehmigung gefragt. Wie so häufig dürften die allermeisten Anwender aber nie richtig gelesen haben, was in der Mitteilung stand - geschweige denn, dass sie dem Verweis auf entsprechende ausführliche Erläuterungen in den AGB folgten. Vielmehr dürfte die störende Einblendung über den gewünschten Inhalten schnellstmöglich weggeklickt worden sein. Die fragliche App verzeichnet immerhin rund 10 Millionen Downloads. Damit dürfte man es hier wohl mit einem der größten Datenskandale im Smartphone-Bereich zu tun haben, mit denen sich europäische Datenschutzbehörden jemals herumschlagen mussten. Die Spanier verhängten gegen die Liga ein Bußgeld von 250.000 Euro, was im Grunde das maximal Mögliche darstellt. Siehe auch: Alexa: Exploit macht Amazons Echo zur dauerhaft zuhörenden Wanze
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Quelle: https://winfuture.de/news,109463.html


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