Grafikkarten: AMD mit Absatzplus bei dedizierten Grafikkarten

04.06.2019 11:13
PC-Games
Bild: Grafikkarten: AMD mit Absatzplus bei dedizierten Grafikkarten Laut einer Marktstudie zum Thema GPUs durch die Analysten von Jon Peddie Research konnte AMD im ersten Quartal 2019 ein eher überraschendes Absatzplus bei dedizierten Grafikkarten einheimsen, wenn man die Zahlen mit dem letzten Quartal 2018 vergleicht.?

Von Jon Peddie Research kommen regelmäßige Analysen des Hardwaremarktes - so auch die aktuelle Analyse zum Thema GPU-Verkaufszahlen (weltweit), über die auch unsere Kollegen der PC Games Hardware berichten. Dabei geht es um die weltweit von AMD, Nvidia und Intel abgesetzten Grafikchips und nicht nur um dedizierte Grafikkarten. Trotzdem gibt es zur letzteren Unterkategorie einen interessanten Punkt in der Analyse: AMD konnte den Absatz an dedizierten Grafikkarten im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum vierten Quartal 2019 um 21 Prozent steigern. Dies scheint auf den ersten Blick überraschend, da das letzte Quartal 2018 ja auch das Weihnachtgeschäft beinhaltet und eigentlich das stärkere sein müsste.

Allerdings konnte AMD möglicherweise unter anderem durch die seit Anfang 2019 stark gestiegene Verfügbarkeit und dabei gleichzeitig sinkenden Preise bei der RX 500er-Reihe sowie auch von Lieferproblemen bei Intel profitieren. Letzteres erscheint auf den ersten Blick unlogisch, da Intel ja keine dedizierten Grafikkarten herstellt und in diesem Sinne AMD keine Alternative ist. Allerdings bieten stärkere Intel-CPUs der Core i-Serien für den Sockel 1151 eine IGP (integrierte Grafikeinheit). Will nun ein Hersteller einen starken Komplett-PC anbieten, muss er wegen der Lieferprobleme bei Intel eventuell auf AMD umsteigen. Bei fast allen Ryzen-Modellen für den Sockel AM4 (bis auf den Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G) fehlt aber eine IGP, so dass eine separate Grafikkarte nötig wird.

Betrachtet man den kompletten GPU-Markt, der nicht nur dedizierte Grafikkarten, sondern alle Arten von Grafikchips beinhaltet, musste AMD, genau wie Intel und Nvidia, allerdings Abstriche in Kauf nehmen. AMD steht mit einem Minus von 4,6 Prozent noch relativ gut da, denn bei Nvidia sind es 12,7 und bei Intel gar 22,5 Prozent weniger abgesetzte GPUs. Interessant ist auch die Tatsache, dass bei den analysierten verkauften Komplett-PCs beinahe 29 Prozent eine dedizierte Grafikkarte nutzen. Diese recht hohe Quote hat vermutlich auch damit zu tun, dass einige starke CPUs - wir erwähnten ja auch die Ryzen-Prozessoren - keine IGP haben. Hinzu kommen PCs, die möglicherweise aus Marketinggründen mit einer günstigen, aber dedizierten Grafikkarte ausgestattet werden. Man sollte daher nicht davon ausgehen, dass die in den PCs eingebauten dedizierten GPUs in der Mehrzahl waschechte "Gamer"-Grafikkarten sind.



Quelle: https://www.pcgames.de/Hardware-Thema-130320/News/AMD-ehe...


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