PC-Markt schrumpft: Dennoch konnte AMD mehr Grafikkarten ausliefern

03.06.2019 11:13
PC-Games
Bild: PC-Markt schrumpft: Dennoch konnte AMD mehr Grafikkarten ausliefern Obwohl der PC-Markt schrumpft und im traditionell schwachen ersten Quartal weniger GPUs verkauft wurden, muss AMD überraschend wenig Federn lassen. Bei den "diskreten" GPUs, sprich Grafikkarten, konnte man sogar deutlich zulegen.

Laut Jon Peddie Research ist der PC-Markt erneut kleiner geworden. Der weitgehend ernüchternde Bericht, der den Fokus auf GPUs legt, enthält aber auch eine kleine Überraschung. So konnte AMD anscheinend deutlich mehr "diskrete" Grafikkarten verkaufen, obwohl insgesamt weniger GPUs (also auch integrierte) an den Mann gebracht wurden.

Konkret nimmt sich das folgendermaßen aus: Im ersten Quartal 2019 wurden 18,62 Prozent weniger GPUs ausgeliefert als im vierten 2018. Das klingt zunächst dramatischer, als es ist. Im vierten Quartal liegt das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft, danach schnallen potenzielle Kunden den Gürtel erst einmal wieder enger. AMD verschlechterte sich bei den verkauften Einheiten allerdings nur um 4,6 Prozent, Nvidia um 12,7 und Intel sogar um 22,5. Nichtsdestotrotz soll sich AMD bei den "diskreten" GPUs, also den Grafikkarten, im ersten Quartal um 21 Prozent verbessert haben.

Damit konnte AMD beim Marktanteil um 2,3 Prozent wachsen, während Intel 3,4 Prozent verliert. Nvidia profitiert an der Stelle ebenfalls, aber nur mit 1,1 Prozent. Der Markt als solcher verliert jedoch abermals. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum haben alle Anbieter zusammen 10,7 Prozent weniger GPUs ausgeliefert. Bei Desktop-Rechnern waren es sogar 21 Prozent. Zwar blieb der Notebook-Markt mit Blick auf die GPUs relativ stabil - doch auch er schließt mit einem dreiprozentigen Minus.

Den Analysten zufolge hat AMD von Intels Lieferproblemen profitiert, sie aber nicht in vollem Umfang ausnutzen können. Es lohne sich für viele Partner einfach nicht, zweigleisig zu fahren. Um Intel zu ersetzen, bedarf es nicht nur anderer Chips, sondern auch Mainboards und entsprechenden Support - eben eine eigene Produktlinie. Vorteile lassen sich daher nur bei neuen Produkten geltend machen, nicht bei bereits erhältlichen Linien.

Ebenfalls interessant: Obwohl sich der PC-Markt seit Jahren in einer Abwärtsspirale befindet, verfügten 28,95 Prozent aller verkauften PCs über separate, also nicht integrierte Grafikkarten. Das sei im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 1,17 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verkleinerte sich der PC-Markt als Ganzes jedoch um 4,14 Prozentpunkte. Zieht man das umsatzstarke vierte Quartal heran, sogar um 14,44 Prozent.

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Mit Blick auf Navi und Ryzen 3000 bleibt es natürlich spannend zu sehen, ob sich AMD weitere Marktanteile sichern und möglicherweise den ganzen PC-Markt wieder befeuern kann. Analysten und Börsianer geben sich diesbezüglich bereits zuversichtlich. Jetzt muss nur noch die Performance den Erwartungen entsprechen.

Quelle: Jon Peddie Research



Quelle: https://www.pcgameshardware.de/Grafikkarten-Grafikkarte-9...


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