Viele Artikel zu günstigen Preisen!
Jetzt reduzierte Angebote auf Amazon.de checken!

Amazon Blitzangebote

Trauermarsch: Hersbrucker beerdigen ihr Krankenhaus

Bild: Trauermarsch: Hersbrucker beerdigen ihr Krankenhaus Mit einem Trauermarsch durch die Stadt wollen die Hersbrucker ihr Krankenhaus heute beerdigen. Denn das Krankenhaus stellt offiziell seinen Betrieb ein ? vorzeitig, nachdem die fünf verbliebenen Belegärzte im April gekündigt hatten.

Begleitet von Posaunenbläsern wollen Bürger um 16 Uhr von der Hersbrucker Gartenstraße zum Krankenhaus ziehen. Dort hat die Bürgerinitiative "Unser Herz schlägt fürs Hersbrucker Krankenhaus" dazu aufgerufen, die "leeren Versprechungen" aller Beteiligten symbolisch platzen zu lassen. Auch einen gemeinsamen Leichenschmaus soll es geben.

Empörung über taube Ohren

Viele Bürger sind vor allem darüber empört, dass ihre Hilferufe in den vergangenen zwei Jahren wenig Gehör fanden. Die Bürgerinitiative hatte sich nach der Ankündigung der Schließung an den damaligen bayerischen Heimatminister Markus Söder (CSU), Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt. Außerdem an den Klinikträger, die Klinikum Nürnberg GmbH. Doch jeder habe die Verantwortung für das Ende des Krankenhauses anderen zugeschoben.

Zugleich beklagen die Organisatoren der Bürgerinitiative, dass allein die Ankündigung der Schließung dafür gesorgt habe, dass mehrere Arztpraxen in Hersbruck schließen mussten. Auch die ärztliche Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung, die im Krankenhaus angesiedelt ist, muss ihren Betrieb vorerst einstellen, weil sie auf die Infrastruktur in der Klinik angewiesen ist. Die Klinik und die ärztliche Versorgung in Hersbruck seien systematisch ausgeblutet worden, heißt es von der Bürgerinitiative weiter.

Jahre früher als geplant

Eigentlich wollte die GmbH Krankenhäuser Nürnberger Land, eine Tochtergesellschaft des Klinikums Nürnberg, das Krankenhaus in Hersbruck erst im Jahr 2022 schließen. Als Grund wurden abnehmende Patientenzahlen und die marode Bausubstanz der Klinik angeführt. Nachdem die Bettenzahl auf 30 reduziert worden war, hatten jedoch drei Belegärzte gekündigt. Auch war es der GmbH Krankenhäuser Nürnberger Land nicht gelungen, ausreichend Pflegekräfte zu finden. Dadurch war die Arbeitsbelastung für die verbliebenen fünf Belegärzte zu groß geworden, weswegen auch sie vorzeitig ihren Vertrag gekündigt hatten.

Einziger Hoffnungsschimmer ist nun ein geplantes Ärztehaus mit teilstationärem Betrieb. Sollte dies verwirklicht werden, könnte die ärztliche Bereitschaftspraxis dort einziehen. Gesundheitsministerin Huml hat vor einer Woche ihre Unterstützung für diesen Plan zugesagt.

# Passende Artikel zum Thema bei Amazon finden.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/trauermarsch-hersbru...


Kommentare


Werbung