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Achtung Mäusekot: So schützen Sie sich vor dem Hantavirus

Bild: Achtung Mäusekot: So schützen Sie sich vor dem Hantavirus Derzeit häufen sich die Zahlen von Hantavirus-Infektionen. Ansteckungsgefahr besteht beim Aufräumen und Reinigen von Schuppen und Garagen oder bei der Gartenarbeit. Denn überall da, wo sich Mäuse tummeln, kann auch das gefährliche Hantavirus lauern.

Beim Aufräumen und Putzen von Garage oder Schuppen sollte man Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit es nicht zu einer Infektion mit dem gefährlichen Hantavirus kommen kann. Das Virus wird vor allem von Rötelmäusen übertragen, wobei längst nicht jedes Tier das Virus in sich trägt. Heuer wurden beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit bis zur 20. Meldewoche bisher 21 Hantafälle gemeldet. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es nur sieben Infektionen.

Übertragung des Hantavirus: von Maus zu Mensch

Übertragen wird das Hantavirus durch den Speichel, Kot und Urin infizierter Nager. Anstecken kann man sich durch kontaminierte Lebensmittel und Staub, in dem getrockneter Kot und Urin der Mäuse enthalten ist, oder wenn dieser Staub in offene Wunden gelangt. Auch wenn man von einer Maus gebissen wird, sollte man vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist eher unwahrscheinlich.

Symptome ähneln einer Grippe

Die Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Wochen - dann kommt es zu grippeähnlichen Symptomen: Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen treten auf. Bei schwerem Verlauf kann eine Nieren- oder Lungenentzündung hinzukommen. Besteht der Verdacht, sich angesteckt zu haben, sollte man schnell zum Arzt gehen: Eine sichere Diagnose ist nur über eine Blutuntersuchung möglich.

Symptome klingen gut ab - normalerweise

Eine Impfung gegen Hantaviren gibt es nicht, die Symptome sind jedoch normalerweise gut zu behandeln und Betroffene tragen meist keine Spätfolgen davon. Nur in Ausnahmefällen kann es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen.

Wer sollte aufpassen?

Meist werden die Krankheitserreger via Staubpartikel eingeatmet. Gefährdet ist man vor allem bei Arbeiten in Wald und Wiese, denn die Rötelmaus ist in Buchen- und Mischwäldern heimisch. Sie fühlt sich aber auch in waldnahen Gärten wohl. Deswegen muss man bei der Reinigung von Gartenschuppen und Co. oder bei Gartenarbeiten - zum Beispiel beim Holzstapeln - aufmerksam sein.

Vorsichtsmaßnahmen beim Frühjahrsputz

Beim Putzen von Orten, an denen sich Mäuse tummeln könnten, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:

Lüften Sie die betroffenen Räume vor dem Putzen gut durch.Gehen Sie am besten mit Overall, Einmalhandschuhen, Gummistiefeln und Mundschutz ans Werk.Feuchten Sie die verschmutzten Flächen an, um keinen Staub aufzuwirbeln.Sollten Sie beim Putzen auf eine tote Maus oder Mäusekot stoßen: Besprühen Sie diese mit Desinfektionsmittel, geben Sie sie in eine Plastiktüte und diese gut verschlossen in den Hausmüll.Reinigen Sie die betroffenen Flächen hinterher mit Alkohol oder anderen Desinfektionsmitteln: Diese zerstören die Viren und verringern das Infektionsrisiko.
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Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wissen/achtung-maeusekot-so...


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