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Kann Kunst im Krankenhaus den Genesungsprozess unterstützen?

Bild: Kann Kunst im Krankenhaus den Genesungsprozess unterstützen? Im Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus werden Patientenzimmer von Künstlern gestaltet: Dort ist man überzeugt, dass Kunst den Heilungsprozess begünstigt. Isabel Grüner, die Kunstbeauftragte der Klinik, erklärt das bundesweit einzigartige Konzept.

Vom britischen Künstler Damien Hirst ist der Satz überliefert: "Kunst ist wie Medizin – sie kann heilen. Trotzdem stelle ich immer wieder mit Erstaunen fest, wie viele Menschen an die Medizin, nicht aber an die Kunst glauben, ohne eins von beidem hinterfragt zu haben." Dieses Zitat aus dem Jahr 1997 dürfte Isabel Grüner gefallen, denn sie hat gerade einen Sammelband mit dem Titel "Healing Art" herausgegeben. Isabel Grüner ist Kunsthistorikerin und seit 2001 Kunstbeauftragte am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Knut Cordsen hat mit ihr über das Konzept "Healing Art" gesprochen.

Knut Cordsen: "Art is like medicine – it can heal" – stimmt der Satz von Damien Hirst?

Isabel Grüner: Den würde ich auf jeden Fall unterschreiben.

Aus welchen Gründen?

Weil wir die Erfahrung machen, dass wir Räume mit Kunst ausstatten, die Patienten sehr gerne annehmen und wir sehr gute Rückmeldungen dazu haben.

Wo wir gerade beim Briten Damien Hirst sind: Das ganze "Healing Art"-Konzept kommt ja auch aus dem angelsächsischen und dem skandinavischen Raum, richtig?

Genau, das kommt vor allem aus dem englischsprachigen Raum.

Und ist dort seit wann schon im Schwange?

Seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts.

Seit rund 20 Jahren schon gibt es auch in dem Klinikum, in dem sie als Kunstbeauftragte tätig sind, patientenzugewandte Kunst am Bau. Das ist eine bundesweit einzigartige Initiative, denn die Künstlerinnen und Künstler arbeiten unmittelbar am Ort, sie entwerfen ihre Arbeiten für exakt den Aufwachraum oder den Bereich, in dem die Patienten warten. Das geht also deutlich über jene Fotos, Druckgrafiken oder Gemälde hinaus, die sonst üblicherweise in Stationsfluren hängen. Was ist da an den Wänden und Decken des Krankenhauses in Stuttgart zu sehen?

Ganz unterschiedlich. Unser Schwerpunkt liegt eigentlich nicht auf einer bestimmten Kunstrichtung, sondern wir versuchen, möglichst vielseitige Kunst in die Räume zu integrieren. Das heißt, da gibt es Deckenmalereien mit eher floral-abstrakten Motiven oder es gibt Deckenmalereien, die rein geometrisch sind. Wir haben auch Reliefs an den Decken, geschwungene Bänder. Das hängt immer davon ab, welcher Künstler den Entwurf macht und welche Schwerpunkte er in seinem Werk selber verfolgt.

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Quelle: https://www.br.de/nachrichten/kultur/healing-ar...


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