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Epic macht Dampf: Das sind Exklusivspiele des Steam-Herausforderers

15.04.2019 11:02
PC-Games
Bild: Epic macht Dampf: Das sind Exklusivspiele des Steam-Herausforderers Seit Dezember 2018 steht Steam unter Druck, denn seitdem baut Epic Games eine eigene Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele auf. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, den bis dato wichtigsten Vertriebskanal für PC-Spiele, Valves Steam,? Inhaltsverzeichnis Epic vs. Steam: Konkurrenz ist da, aber... Epic vs. Steam: Ärger vorprogrammiert, aber warum eigentlich? Epic vs. Steam: Die Chance, die Epic bietet Epic vs. Steam: Die bekannten Exklusivtitel

Epics Versuch, in den Markt für digitale PC-Spieldistribution zu drängen, zieht durch die aggressive Herangehensweise immer wieder den Ärger der Spielerschaft auf sich. Denn das Studio, welches hinter der Unreal Engine und dem Battle-Royale-Shooter Fortnite steckt, sichert sich immer mehr Exklusiv-Deals mit Publishern wie Deep Silver, Ubisoft oder zuletzt mit 2K Games. Wer also zu Release Borderlands 3, Metro Exodus oder The Division 2 spielen will, muss zwangsläufig den Store und Launcher von Epic Games nutzen. Das scheint sich für Publisher und Studio zu lohnen, so hat sich beispielsweise Metro Exodus laut Epic Games deutlich besser verkauft als die Vorgänger, obwohl es einen anfänglichen Shitstorm gab.

Epic vs. Steam: Konkurrenz ist da, aber...

Obwohl Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt, haben die bisherigen Mitstreiter relativ wenig gegen Valves Übermacht anstellen können. Stattdessen probierten die Rivalen GoG, Origin, Uplay und wie sie alle heißen schon seit Jahren unterschiedliche Strategien, um ein Stück von Gabe Newells Kuchen abzuhaben. Jede dieser Plattformen hat sich so in einer eigenen Nische etabliert und kann neben dem dominierenden und allgegenwärtigen Steam bestehen. Dies geht bei GoG beispielsweise, indem auf DRM verzichtet wird, und dadurch, dass ein zusätzliches Angebot von nahezu vergessenen Videospiel-Klassikern zur Verfügung gestellt wird, die man so legal kaum noch bekommen würde. Die Publisher-Plattformen bekommen dagegen ihre Kundschaft durch Exklusivität: Will jemand beispielsweise einen EA- oder Blizzard/Activision-Titel spielen, muss sich dieser bei Origin respektive Battle.Net anmelden und den dortigen Service nutzen. Der Einkauf von zeitexklusiven Titeln durch den Epic Game Store ist also gar keine so neue und gemeine Strategie, wie oft behauptet wird, sondern ein legitimes Mittel, welches in der Gaming-Branche schon seit mindestens 2012 praktiziert wird.

Dennoch hat Epic Games den anderen Mitstreitern einen enormen Vorteil voraus: Fortnite. Seit Mitte 2017 druckt der "Game-as-a-Service"-Titel quasi Geld für Epic Games und dessen Hauptanteilseigner Tim Sweeney. Der Free-2-Play-Titel machte sogar alleine im Jahr 2018 mehr als drei Milliarden Dollar Gewinn, nicht Umsatz - das ist mehr Geld, als so manches Land auf diesem Planeten an Staatseinnahmen erwirtschaftet. Aber es geht nicht nur um die Kriegskasse, die durch das Battle-Royale-Spiel gefüllt ist, sondern auch um die Nutzer selber: Weltweit spielen auf allen Systemen ganze 250 Millionen User Fortnite. Damit hat Epic Games genauso viele potenzielle Kunden, die vielleicht anfangs nur wegen Fortnite gekommen sind, durch Werbung und Angebote dann aber bei den Exklusivtiteln zuschlagen und bleiben. Damit hat der Epic Game Store die finanziellen Mittel, eine werberelevante Nutzergruppe und die besten Aussichten, den Markt der digitalen Spieledistribution maßgeblich zu reformieren und die Quasi-Monopolstellung von Valve auf diesem Sektor zu torpedieren.

Epic vs. Steam: Ärger vorprogrammiert, aber warum eigentlich?

Den Argwohn der Spieler zog der Epic Game Store und Deep Silver auf sich, als aus heiterem Himmel Metro Exodus nicht mehr bei Steam angeboten wurde, sondern zur neuen Konkurrenz abwanderte. Das Prekäre daran: Der Exodus fand zwei Wochen vor Release statt. Damit stieß der Publisher Deep Silver vor allem die Fans der Serie vor den Kopf. Zwar lieferte man das Spiel an Steam-Nutzer aus, die das Spiel bereits bei Steam vorbestellt hatten, dennoch war der Schaden angerichtet und es kam zu Boykott-Aufrufen sowie Review-Bombing der Vorgänger-Teile. Keine gute Publicity, aber auch nicht Schuld des Epic Games Stores, denn der Herausforderer aus North Carolina hat lediglich ein besseres Angebot unterbreitet. Epic verlangt nämlich keine 30 Prozent des Spielpreises als Provision, sondern gibt sich mit 12 Prozent zufrieden und ist offen für exklusive Bindungen an den eigenen Store. Voraussetzung: Die Publisher und Entwickler treffen diese Entscheidung. Tim Sweeney sagte dazu, dass dies immer noch "freie Entscheidungen der Publisher und Entwickler sein müssen und Epic deshalb keine Vorab-Absage erteilen wird, wenn vorher Zugeständnisse an Steam gemacht wurden".

Zuletzt kam es bei Borderlands 3 zu einem unnützen Review-Bombing der Vorgängerteile auf Steam, weil 2K entschieden hatte, den kommenden Teil sechs Monate exklusiv über den Epic Game Store zu vertreiben. Solche Trotzreaktionen begründen sich wahrscheinlich darin, dass Steam über die letzten 15 Jahre so mit Videospielen am PC verbunden ist, dass es sich falsch anfühlt, die eigene Game-Bibliothek mit einem weiteren Launcher zu partitionieren. Andererseits muss man Entwicklern und Publishern das Recht einräumen, den besten Deal für sich selber auszuhandeln. Mit 18 Prozent mehr vom Erlös und der Möglichkeit, nicht in den Massen von neuerscheinenden Spielen in einer Store-Front unterzugehen, sind nicht nur für Indie-Studios überzeugende Argumente.

Epic vs. Steam: Die Chance, die Epic bietet

Dem Epic Game Store fehlen im Moment noch grundlegende Features, wie etwa ein Warenkorb oder andere Annehmlichkeiten, die den Umgang mit der Plattform einfacher gestalten. Steam ist dagegen so sehr mit Videospielen am PC verwoben, dass ein Grundkonsens an Servicefunktionen quasi jedem auf der Vertriebsplattform vorhandenen Spiel beiliegen. Fairerweise muss man erwähnen, dass Valve mehr als zehn Jahre Zeit hatte, um auf Feedback, Beschwerden und behördliche Auflagen zu reagieren. Epic ist dagegen erst seit vier Monaten im Geschäft und muss deshalb noch einiges aufholen, um schlussendlich eine vollwertige Alternative zu Steam darstellen zu können. Anhand der Roadmap sollen Features im Laufe 2019 nachgereicht werden, auf einen Warenkorb wird man demnach noch einige Monate warten müssen. Die aggressive Exklusivtitel-Strategie, die Epic Games gerade anwendet, hat also nur Substanz, wenn im Laufe dieser Exklusivzeit der Service des Stores verbessert wird. Denn am Ende muss das Service-Angebot einen Mehrwert für den Kunden haben und besser als bei der Konkurrenz sein.

Im Gegensatz zu Valves Vertriebsplattform, bei der mittlerweile knapp 30.000 Videospiele zu haben sind, ist die Auswahl im Epic Game Store eher winzig und recht überschaubar. Dafür wird der Inhalt aber kuratiert und nicht jeder selbsternannte Spieleentwickler kann sein "Werk" veröffentlichen. Bei Steam bedarf es mittlerweile nur noch eine Gebühr von 86 Euro, um ein Videospiel auf Valves Plattform zu veröffentlichen. Ohne internen Review-Prozess öffnet diese sehr gering gesetzte Hürde Tür und Tor für Betrüger und Spinner. Die Folgen sind ein niemals endender Fluss an sogenannten Asset-Flips, die Trainings-Level für Game-Engines als vollwertige Spiele vermarkten. Die geringe Einstiegshürde und das Fehlen einer Kontrolle seitens Steam bringt aber auch Videospiele hervor, die einfach nur noch geschmacklos sind - so erst neulich geschehen mit "Rape Day". Dabei handelt es sich um eine "graphic novel", bei der der Spieler den rechtsfreien Raum während einer Zombieapokalypse nutzt, um Frauen zu vergewaltigen und zu ermorden. Erst auf öffentlichen Druck hat Valve das Spiel von Steam genommen und sich zögerlich dazu geäußert. Rape Day ist bisweilen kein Einzelfall auf Valves Plattform, wenn man sich an Active Shooter erinnert.

Epic vs. Steam: Die bekannten Exklusivtitel

Bisher kann der Epic Games Store 38 Titel exklusiv anbieten, darunter sind Free-2-Play-Titel wie beispielsweise die hauseigenen Games Fortnite und Unreal Tournament, aber auch Triple-A-Spiele und quasi ein Novum: ehemalige Playstation-Exklusivtitel. Die folgende Übersicht ist eine Momentaufnahme, wir planen, diese Liste regelmäßig zu überarbeiten.

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Quelle: http://www.pcgameshardware.de/Epic-Games-Store-...


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