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Gesucht: Riesige Hyalomma-Zecke!

Sie wird dreimal so groß wie normale Zecken, hat gestreifte Beine und überträgt gefährliche Krankheiten: die zu uns eingeschleppte tropische Hyalomma-Zecke. Die Uni Hohenheim bittet um Mithilfe bei der Erforschung dieser Art - und um Ihre Zecken.

Wer sich schon vor unserer heimischen Zecke, dem gemeinen Holzbock, ekelt und fürchtet, der kann sich auf etwas gefasst machen: Nach zwei Einzelfunden in den Vorjahren wurde die tropische Hyalomma-Zecke 2018 gleich mehr als 30 Mal in Deutschland registriert. Hyalomma stammt ursprünglich aus Afrika, Asien und Südeuropa und kam wahrscheinlich mit Zugvögeln zu uns. Zu erkennen ist sie leicht: Mit bis zu zwei Zentimetern ist sie nahezu dreimal so groß wie ihr europäischer Verwandter. Außerdem besitzt sie auffällig helle, braun-gelb gestreifte Beine.

Hyalomma-Zecke kann gefährliche Krankheiten übertragen

Die tropische Zeckengattung Hyalomma, von der es die zwei Arten Hyalomma marginatum und Hyalomma rufipes gibt, ist nicht ungefährlich: "In ihrer Heimat gilt die Hyalomma-Zecke als Überträgerin einiger Krankheitserreger. Dazu gehören die Erreger des sogenannten Krim-Kongo Hämorrhagischen Fiebers, des Arabisch Hämorrhagischen Fiebers und einer Form des Zecken-Fleckfiebers", erklärt Ute Mackenstedt, Parasitologin und Expertin für Zecken an der Universität Hohenheim. Bislang gehen die Forscher nicht davon aus, dass die Hyalomma-Zecke auch FSME oder Borreliose überträgt.

Hyalomma-Zecke geht gezielt und schnell auf die Jagd

Die bei uns heimischen Holzbock-Zecken sind blinde Lauerjäger: Sie klettern auf Gräser und Büsche und warten dort auf einen vorbeikommenden Wirt, der sie abstreift und mitnimmt. Die Hyalomma-Zecke dagegen ist eine Jagdzecke: Sie geht gezielt auf die Jagd nach Wirten, nimmt Tiere und Menschen über ihre Augen und chemische Prozesse wahr, und läuft dann auf sie zu. "Sie erkennt Warmblütler auf Distanzen von bis zu zehn Metern und kann sie über mehrere hundert Meter verfolgen", berichtet Zeckenforscherin Mackenstedt. Dabei bewege sie sich "sehr lebhaft". Es sei schwierig, die Geschwindigkeit von Hyalomma genau anzugeben. "Auf ein galoppierendes Pferd wird sie es nicht schaffen", sagt Ute Mackenstedt und schmunzelt. Aber Hyalomma sei durchaus "spinnenähnlich schnell". Einige Pferdebesitzer zum Beispiel hätten Hyalomma-Zecken deshalb erst für Spinnen gehalten.

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Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wissen/uni-hohenheim-sucht-...


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